Schroddis Tag 194 – Der Killer in meinem Schlafzimmer

19 11 2010

Ort: My Place, Adelaide, Zimmer 2
Ortszeit: 08.11.2010, 17.30 Uhr
Wetter: 21 Grad
Anwesende: Ein zum Glueck freies Bett

Adelaide ist ansich eine wunderschoene aber toedliche Stadt.
Man kann dort bei der Stadt kostenlos Fahrraeder ausleihen, mit welchen man wunderbar, selbst auf mehrspurigen Strassen, in den Gegenverkehr fahren kann.

O-Ton: „Guck mal Paddy, ich hab dich ueberholt!“
„Schoen, du befindest dich aber auch gerade im Gegenverkehr auf einer dreispurigen Stadtautobahn…“

Auch kann man bei einem wiederlichen Schnellrestaurant, dessen Namen ich jetzt nicht nennen moechte, kostenlos ins Internet gehen. Wenn man dies allerdings am Wochenende um 3 Uhr morgens bei Mc Doedels* versucht, koennte es passieren, dass die Haupteingangstuer aus Sicherheitsgruenden geschlossen ist, im Innenraum vier Securities patrollieren und vor der Tuer die Polizei steht. Dabei trifft man auf lauter nette Menschen, die unter u.a. gerade aus ihnen unbekannten Umstaenden ihre Zaehne verloren haben und einem anraten lieber nach Hause zu gehen.

Aber was soll man dann zu Hause, wenn dort der Killer im eigenen Schlafzimmer wartet.

Und zwar einen Killer in Form einer etwa 30 jaehrigen verwirrten Frau, die ploetzlich in der Hostelkueche auftauchte und ganz unentschlossen berichtete, dass sie auf eine Hochzeit in Indien eingeladen ist und nicht wusste, ob sie dort hingehen soll. In jedem Fall war es zu spaet, um sich um Hostel fuer eine weitere Nacht einzubuchen, ob Hochzeit oder nicht. Aus mir unerfindlichen Gruenden wurde diese Frau eingeladen diese Nacht im freien Bett unseres 4-Bettzimmers zu verbringen.

So hatten wir nun eine echt schraege Tante in unserem Zimmer, von der wir weder wussten wer sie war, noch was sie hier wollte. Unsere Phantasie spann immer weiter und irgendwann waren wir uns dann sicher, dass sie ein Killer sein muss.

So nannten wir sie inoffiziell unseren Killer. Natuerlich war ich wieder so daemlich ueber unseren Killer zu sprechen, waehrend sie sich zur gleichen Zeit (vermutlich mit todbringenden Waffen) unter ihrer Decke versteckt hat. Wir haben das Spiel dann soweit getrieben, dass sich Jana u.A. ihren Ausweis hat zeigen lassen.

Nach drei Tagen war der Spuk dann vorueber und sie verschwand wieder so ploetzlich wie sie gekommen war. Im Nachhinein weiss ich jedoch nicht, ob freiwillig oder wegen unseren Bloedeleien.Da wir alle noch am leben waren, freuten wir uns, dass das Bett wieder frei war.

Noch am gleichen Tag kam allerdings Meggy auf mich zugerannt und teilte mir annaehernd panisch mit, dass ein neuer Killer in Form eines stark behaarten Mannes mittleren Alters mit Leopardenkoffer eingecheckt hat, im Bett liegt und wortlos die Decke anstarrt. Also ging ich mit ins Zimmer und die Situation klaerte sich relativ schnell auf. Es handelte sich um einen Perser, der im Streit vor seiner Frau abgehauen ist und ein paar Tage im Hostel abstieg. Ein Killer, der vor seiner Frau abhaut? Somit war die Situation auch entscharft.

Nachdem er sich wieder gefangen hatte, war er sogar so suess die Maedels nach Tipps im Umgang mit seiner Frau zu fragen.

Er blieb letztendlich zwei Tage und liess sich anschliessend von seiner Frau wieder abholen.

Tags drauf checkte widerum eine Fau um 30 Jahre ein, die wir dann einfach und ganz unverbluehmt als unseren Killer bezeichneten, was fuer sie dann auch ok war. Eigentlich war sie ja ganz sympathisch…

Dennoch schien Adelaide ein echt toedlicher Ort zu sein, den wir ganz souveraen ueberlebt haben.

Es gruesst ein toetungsresistenter Schroddi

*Name vom Autor geaendert



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