Der Weg ist das Zielwasser -1-

26 05 2010

An dieser Stelle mal ein kurzes Wegeupdate aus dem Weltall. Wie immer nur statische Bilder für die interaktive Google Karte einfach draufklicken.

Mit dem Relocationvan von Melbourne nach Goulburn

Mit dem Relocationvan von Melbourne nach Goulburn

Die Autofahrt von Melbourne nach Goulburn war Recht erträglich von wenigen Stops geprägt und endete auf dem Parkplatz einer Mobil Tankstelle. Der verzweifelte Versuch noch ein Bier zu finden scheiterte in der Nacht kläglich also bezogen wir unsere Betten und frönten Boron’s Segen. Etwas gefröstelt und dennoch erfrischt machten wir uns auf den Weg die verbleibenden Kilometer nach Sydney vom Asphalt zu reissen. Dank dem günstigen Leih-GPS und dem wenig komplizierten Straßennetz stellte dies keine besondere Herausforderung dar.

Nach einer Mütze Schlaf weiter Richtung Sydney

Nach einer Mütze Schlaf weiter Richtung Sydney

Der weitere Weg war alles andere als Abwechslungsreich und nach zig Stunden stupidem Geradeausfahren machen auch die Videospielartigen Fahrbahnmarkierungen keinen Spaß mehr. Zum Glück machte die Anlage im Leihbus ordentlichen Radau und Brocas Helm und andere Schwertkämpfer des Schwermetalls hielten uns die Augen offen und Spießer vom Leib.

Von Syddney weiter Richtung Brisbane

Von Sydney weiter Richtung Brisbane

Nach einer Nacht im durchgefeierten „The Palms“ Hostel war schnell klar das wir ein neues Auto Richtung Norden brauchten. Wie man in den anderen Artikeln nachlesen kann hatte das ja auch prima geklappt und wir befanden uns recht bald (nach einigem Schleppen und Schwitzen -australische Straßenfreundlichkeit ist nicht zu überbieten muss hier mal gesagt werden-) wieder auf dem Highway in wärmere Gefilde. Etwa 1000 Km Baustelle später hatten wir uns in der Nacht gehörig verfranst (es sollte nicht das erste mal bleiben). Wie man am großen Knick erkennen kann waren wir völlig ungebremst nach Newcastle reingebrettert. Nach einem ziemlich windigen Päuschen am Newcastler Strand bei Nacht hatten wir dann unsere spaßige Zweitbegegnung mit Ugly Freddy und machten uns Fahrergewechselt auf den weiteren Weg.

Weiter Richtung Brisbane, zwischendrin von Aliens entführt deswegen endet der Pfad irgendwo im Nichts

Weiter Richtung Brisbane, zwischendrin von Aliens entführt deswegen endet der Pfad irgendwo im Nichts

Am nächsten Morgen von unsäglichem MacDoof Fraß eher geschwächt als gestärkt trieben wir unseren Dieselboliden wieder zu Höchstleistungen an. Angesichts der wunderschönen Wetterlage und unserem Tatendrang kamen wir allerdings erstmal nicht sonderlich weit sondern verbrachten einige schöne Stunden in Port MacQuarie und machten gegen Abend Rast in einer gemütlichen kleinen italienischen Gaststätte wo wir zu unserer Überraschung exzellentes Essen serviert bekamen. Wer sich also mal dort aufhält und zwischen Fünf und halb Sieben Hunger verspürt der sollte sich das Menü im „Pasta Place“ nicht entgehen lassen. Hausgemachte Nudeln, handgekochte Soßen und Restaurantinterne Kuchentheke mit absolut phantastischem Schokoladendevotionalien. So angespornt peitschten wir das Campingmonster weiter auf die Straße. Irgendwann muss uns dann nachts der Empfänger abgestorben sein denn unsere GPS Daten enden mitten im Nirgendwo. Es kann auch ein allseitiges Schokoladenkoma gewesen sein. Oder der Mossad oder Aliens oder sowas.

In Brisbane von den Aliens in einem gelben Uboot ausgesetzt und die Odyssee der Leihwagenrückgabe

In Brisbane von den Aliens in einem gelben Uboot ausgesetzt und die Odyssee der Leihwagenrückgabe

Unser Trip nach Brisbane fand also recht bald ein Ende und wir mussten mittels Straßenkarte und Hand-Navi den Weg von und zurück zum Abgabepunkt suchen. Das alles gestaltete sich eher unspektugal aber durch die nachhängende Nacht auf einem ungemütlichen MacDrive Parkplatz und dem allgemeinen Verdauen waren wir alle eher gerädert als wir endlich das Hostel gefunden und bezogen hatten. Infos zum Yellow Submarine gibt es ja in einem anderen Artikel schon. Soweit erstmal das Satellitengestützte Verfahrensurteil und weiteres gibt es die Tage wenn ich die restlichen Strecken ausgewertet habe. Wer mit den Rohdaten rumspielen möchte soll mir eine Email schreiben ich überllege mir das ob ich euch zumuten will im Detail sehen zu können welchen Dreck wir da zusammen gefahren haben.

Bis denn dann

der militärische Präzisionsmaggus



Gitarre, Strand und Bier

18 05 2010

Nur mal so ganz kurz, Sonntag der 16. Mai war einer der geilsten Tage meines Lebens. Hier im Hostel war ein „Sing for Beer“-Contest bei dem jeder der singen, einen Witz erzählen oder ein Instrument spielen kann Bier kassiert. 4 Bier hab ich rausbekommen mit einem abgekupferten Song und ein paar geklimperten Eigenkreationen. Dazu noch tonnenweise mehr Bier, spannende Geschichten von einem kernigen Neu Seeländer und ein paar Merkwürdigkeiten die ich an dieser Stelle nicht erwähnen will. Der nächtliche Strandspaziergang war dann auch noch ein absolutes Highlight und einer der schönsten Momente seit Jahren. Australien, alle Hostelbewohner und meine Mitreisenden, Danke dafür. So kann das ruhig weitergehen.



2500 Kilometer Fliegengenozid

16 05 2010

Wie von Schroddi ja bereits teilweise beschrieben kommt unsere Odyssee in den Australischen Norden so langsam zu einem Ende. Wir wollen zwar noch weiter in die Sonne aber in Ermangelung von Arbeit, schwindenden Finanzen und allgemeinem Stressaufbau haben wir erstmal beschlossen das Ganze etwas langsamer angehen zu lassen. Nachdem wir jetzt heraus gefunden haben dass sich das vermeintlich so vorteilhafte Arbeitsangebot auf der Erdbeerfarm als klassische Bauern- oder besser Backpackerfängerei darstellt ist auch der erste Elan erstmal wieder verflogen. Nach etwa einer Stunde Fahrt aus Brisbane heraus kamen wir am vorsorglich gebuchten Hostel an und mussten uns erzählen lassen dass unser Jobvermittler ein mittlerweiler Bekannter Abzocker ist der den Leuten Job in Aussicht stellt die aber frühestens ins 2-3 Wochen verfügbar werden. Mit uns sind noch einige andere auf die Masche reingefallen und im Hostel standen auch bereits 30 andere auf der Warteliste für das Fruitpicking. Ob und wann wir nun tatsächlich dazu kommen werden endlich mal einen Australier um Geld zu erleichtern wird sich noch heraus stellen. Wir haben uns jetzt jedenfalls vorerst im gemütlichen Fischerörtchen Mooloolaba einquartiert. Unsere neue Tradition in jeder Stadt erstmal Thailändisch Essen zu gehen erfreut sich großer Beliebtheit und führt entgegen aller Schwierigkeiten wenigstens kurzfristig immer wieder zu Glücksgefühlen. Strand gibt es hier auch nur leider ist bei dem wolkigen Wetter noch nicht viel damit anzufangen.

Zum allgemeinen Zustand von Australien als Reiseland seien an dieser Stelle nochmal die Preise erwähnt. Eine Schachtel Zigaretten kostet irgendwo zwischen 10-20$, das trinkbarste Bier beläuft sich in der Regel auf 5$ pro Longneck (750ml) wer sich mit Wein abfinden kann findet hier und da mal einen günstigen weissen zwischen 5-10$. Die Hostels kosten im Schnitt 27$ pro Nacht aber da wir im letzten Hostel eine günstige Investition getätigt haben werden wir hoffentlich etwas Geld sparen. Wir sind nämlich jetzt alle im  Besitz einer VIP Backpacker Karte. Für 37$ bekommt man 10% bei vielen Stellen, 1$ Rabatt pro Nacht auf die Zimmer, eine SIM Karte mit 50$ Gesprächsguthaben und 500 Freikilometer von Greyhound (eine Reisebuslinie). Unglaublicher Value for Money, hätten wir das mal vorher gewusst. Dagegen kann die mickrige Youth Hostel Association Mitgliedschaft nicht anstinken. Wobei sich aus Kostengründen auch so eine nicht ausschliessen lässt. Zum Glück haben Schroddi und ich genug Polster angelegt um noch einige Wochen so durchzuhalten. Bei Meggy ist das ein anderes Thema aber wir sind alle zuversichtlich kreative Lösungen zu finden um weiter ein Dach über dem Kopf zu haben. Das Dreimann-Zelt und der Gaskocher die wir in Melbourne für zusammen 50$ von einem netten Hamburger erstanden haben bleiben allerdings weiter für den Notfall vorgesehen. Die Diät beschränkt sich größtenteils auf Toastbrot, selbstgekochtes (Nudeln, Nudeln und ab und zu Nudeln), FastFood und unsägliche Mengen vom viel verfügbaren Eis. Solche Kalorien sind allerdings schnell wieder wett gemacht wenn wir wieder einmal mit vollem Marschgepäck von 40Kg pro Person Wegstrecken zurücklegen müssen entweder weil nette Autovermieter die Karte für uns lesen („Ach das ist nicht so weit, das kann man laufen“) oder wir in Ermangelung von Fortbewegungsmitteln anderweitig Strecken zurücklegen müssen. Aber das macht hart.

Bis jetzt bessert sich die Stimmung immer wieder, von einzelnen Rückschlägen abgesehen, und ich bin zuversichtlich dass wir in ein paar Wochen ausgeglichene und zufriedene Obdachlose sein werden =) Die Erntesaison für Früchte in der Region hier soll in ein paar Wochen starten und vielleicht kommt dann mal etwas Kapital in die Kasse gespült. Schaden könnte es nicht aber noch haben wir immer genug (zu viel?) zu essen. Kommunikation bleibt weiter schwierig. Das GSM Netz funktioniert in weiten Teilen des Landes ausgezeichnet und Anrufe sind zu jeder Tages und Nachtzeit kein Problem. Lediglich mit dem Internet hapert es und wir machen regen Gebrauch von freien Angeboten wie MacDonalds, Staatsbücherei oder anderen Einrichtungen. Im Moment surfe ich für 6$ für 5hrs im Hostel selbst. Für Downloads oder ähnliches sind die meisten freien Netze allerdings nicht zu gebrauchen weshalb ein Multimedia-Mensch wie ich wohl immer wieder auf kostenpflichtige Zugänge angewiesen sein wird. So ganz ohne Medien ist es dann halt doch schwierig. Viele kucken in den Abendstunden das australische Fernsehen aber das fange ich auch hier erst garnicht wieder an.

Sonderlich viel passiert im Moment nicht. Außer den 80$ die wir an den Erdbeerbetrüger bezahlt haben weine ich noch keiner der Entscheidungen nach und das was auf meinem Mist gewachsen ist hält sich ebenfalls im Rahmen. Weitere Infos und vielleicht abgefahrenere Texte gibt es wenn uns mal wieder etwas interessantes widerfährt oder bei entsprechendem Intoxikationsniveau. So nüchtern und müde wie ich im Momemt meistens bin komme ich nicht auf so abstruses Zeugs. Und wenn wir Abends trinken habe ich die Hände voll genug zu tun mir all die Namen, Gesichter und Gitarrenchorde zu merken. Bis jetzt ein spektakulärer Urlaub aber wenn erstmal die Backpacker/Arbeitsrealität hinzu kommt könnte es dennoch der erwartet harte Trip werden auf den alle so gespannt sind. Ich habe keinen Zweifel. Zum ersten mal in meinem Leben weiss ich nicht wie es weiter geht und es ist mir scheissegal. Ist doch auch schon mal was? Dann werde ich ja auch noch ALT in zwei Wochen. Mal sehen was wir da so veranstalten. Bankverbindung kennt ihr ja 😉

P.S.: Denheim du alte Kackbratze mach mal dein Telefon an; deine blöde Mailbox hat mich jetzt bestimmt schon 5$ gekostet.

Gruß an Matze, Manu, Kim, Sven, Heidi, Alex, Hanna, Oli, Ben und wen ich noch zu faul bin aufzuschreiben.

Schöne Grüße ins matschige Deutschland und bis die Tage

No Worries — Oder doch ein paar aber scheiss drauf – maGGus



Nennt uns Beatless

12 05 2010

Denn wir wohnen jetzt erstmal alle im gelben Unterseeboot in Brisbane. Nach einer ziemlich kurzen Nacht auf einer der beschissensten Landstrassen Australiens sind wir jetzt dank Reisefuehrer im „Yellow Submarine“-Hostel in Brisbane angekommen und erstmal positiv ueberrascht. Im Gegensatz zu unserem kurzen Exkurs nach Sydney ist das hier wirklich huebsch. Gut gelegen und scheint nicht uebervoelkert. Es gibt einen Swimming Pool und lauter brauchbare Einrichtungen. Mehr wenn wir uns eingelebt haben oder wieder fluchtartig auf dem Weg weiter gen Norden sind. Alle Muede aber wenigstens ist der Stress erstmal vorbei. Weiteres folgt. Internet ist noch teuer hier da das hauseigene WLan noch nicht funktioniert.

Hoffen wir jetzt das meine Kaution fuer den Mietwagen bald wieder kommt damit ich mir auch was zu Essen leisten kann. War jedenfalls eine saubere Uebergabe. Bis denn dann.



Was man so lernt -2- (Seoul Sista)

26 04 2010
  • Korean Airlines hat spitzenmaessigen Service
  • Das Inflight Entertainment System stuerzt ab wenn man gegen den Schachcomputer gewinnt
  • Heineken kostet am Flughafen von Seoul schlappe 8 Euro die Flasche
  • Raucherraeume sind gut besucht aber eher schweigsam
  • Wifi kostet nichts ist aber auch nicht gerade das schnellste
  • CS Gas sollte man vor dem Flug AUF JEDEN FALL aus dem Handgepaeck entfernen auch wenn man damit schon mehrfach durch die Kontrollen kam
  • Auch sehr freundliche Servicekraefte am Flughafen stellen manchmal Tickets doppelt aus und geben einem das Falsche mit
  • Das Bombenraeumkommando am Flughafen Frankfurt entschaerft fachmaennisch herrenlosen Orangensaft
  • Packsaecke fuer den Rucksack bringen einem nur etwas wenn man Loecher fuer die Airlinebanderole reinbohrt


Es geht los …

25 04 2010

So jetzt ist alles zu spät. Was jetzt nicht eingepackt ist bleibt da. Was nicht abgemeldet ist läuft ins Leere. Wer nicht verabschiedet wurde guckt dumm aus der Wäsche. Was bekannt ist liegt hinter uns und das Neue vor uns. In etwa einer halben Stunde geht es ab zum Flughafen und auf ins Abenteuer am anderen Ende der Welt. Meine Fresse, wer hat sich das nochmal ausgedacht? Achja, Schroddi … mal sehen ob ich das in drei Monaten immer noch für eine gute Idee halte. Und tschüß Deutschland, wir seh’n uns. Und jetzt raus!



Eyjafjallajökull

18 04 2010

Update 6:
Als Ersatzflug wurde uns am Dienstag der 4.5.2010 genannt. Da dies inakzeptabel war, haben wir unsere Kontake spielen lassen und kurz mit Chuck Norris gesprochen. Wir sind nun auf Sonntag, den 25.4.2010 eingebucht und werden endlich starten, wenn uns das A(r)schloch nicht wieder einen Strich durch die Rechnung macht.

Update 5:
Dienstag 20.04.2010 – Zeit bis zum Abflug who cares anymore, I fucking do.

Wow, also der staubige Tod ist wenigstens schön anzusehen.

Update 4:
Dienstag 20.04.2010 – Zeit bis zum Abflug ?

eyjafjallajokull-dirty-thunderstorm-2

Don't fuck with the mountain, mountain will fuck back.

Update 3:
Dienstag 20.04.2010 – Zeit bis zum Abflug 18 Stunden
Flug ist lt. Webseite des Flughafens annulliert.
Auch die Website von Korean Air spuckt unter Flight Status ein „canceled“ aus.
Wenigstens ist man sich einig. Freut euch Deutschland.
Ihr habt uns noch ein paar Tage. *kotz*
Vulkan: #Eylaffju #ashtag

Update 2:
Kommando zurück. Offenbar war der gestrichene KE906 nur der tägliche Flug zwischen Frankfurt und Seoul. Es besteht also noch die Chance das bis Dienstag wieder freigegeben wird.

Update:

Nach den aktuellen Informationen (Montag 19.04.2010 0:45Uhr) ist unser Flug KE906 Frankfurt – Incheon abgesagt worden. Geht ja prima los. FFFFFFFFUUUUUUUU

Nein auf meiner Tastatur macht keine Katze Breakdance. Dieses unförmige Gebilde aus schlecht zusammengesetzten Buchstaben entstammt dem isländischen und bedeutet soviel wie „verfickter Scheissberg der Hunderttausenden auf den Sack geht“ (sinng.). Eigentlich sollte man meinen das wir im 21. Jahrhundert so etwas wie einen Notfallplan hätten, oder wenigstens Systeme um solche Ereignisse frühzeitig zu erkennen oder aber zumindest mal fundierte wissenschaftliche Methoden um das genaue Ausmaß zu bestimmen. Stellt sich raus: Haben wir nicht, garnichts davon. Wer es noch nicht mitbekommen hat; ich spreche natürlich vom Schrecken der Sieben Lufträume, Schwarzberg der Grimmige. Im Land der Feen und Gnome, der Dampfkraftwerke und Eiskappen (Island)  bricht ein Vulkan in einem Gletscher aus und beschert uns ein All-You-Can-Breathe Staubfestival. Seit dem 15. April kann so gut wie kein Flugzeug in Europa mehr starten oder landen; geschweigedenn drüber fliegen.

Warum mich das interessiert? Tut es garnicht. Ende des Texts … Quark, ist natürlich Bullshit. Ich und meine beiden Mitreisenden verfolgen gebannt die Entwicklung der Vulkankatastrophe denn unser geplanter Ausreisetermin nach Australien wird dadurch beinträchtigt. Eigentlich sollte es kommenden Dienstag losgehen. Aktueller Stand (Sonntag 18.04.2010 – 11:25Uhr) ist dass alle Flüge von Frankfurt/Main bis einschließlich Sonntag 20:00 Uhr abgesagt sind. Wissenschaftler können keine Aussagen dazu machen wann es denn besser wird und gehen davon aus dass es auch gegen Anfang der Woche nicht viel besser aussieht. Unsere Spitzenbananenrepublik bringt es lt. unserem Verkehrtminister [sic] Ramsauer fertig bereits Montag Abend ein Flugzeug starten zu lassen dass tatsächlich mal nachkuckt ob da was ist. So bleibt nur abzuwarten und ggf. schonmal das Hostel zu stornieren. Es scheint wirklich so als würde sich die Welt mit aller Gewalt dagegen wehren wollen dass unser kleines Chaos-Abenteuer zu Stande kommt (oder aber genau richtig losgeht).

So sah der Berg übrigens am 15.04.2010 aus als das Ganze Flugchaos mit den Eruptionen begann (das Bild war schon so auf dem Kopf und stammt von hier).

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Angry Mountain is Angry

Meine persönliche Theorie ist ja die folgende (Achtung Folienhüte basteln und aufsetzen):

Nachdem der kommunistische Parteiführer President Chocolate Thunder mit Moskau’s Marionette Medwedew quasi eine Waffenallianz gegen die bösen Muselmanen eingegangen ist (glaubt doch keine Sau da ging es tatsächlich um Abrüstung, selbst Reagan DER Überrepublikaner hat schon in den Siebziger die VOLLSTÄNDIGE Abschaffung der in Europa stationierten Atomwaffen propagiert –mal nachlesen– Nein, da geht es um gemeinsames Eintreten gegen den Irano-/Pakistunischen Komplex) hat man erstmal die polnische Staatsregierung entsorgt die ja lange Zeit mit ihrer Zustimmung zu den Plänen für einen in Europa stationierten Raketenabwehrschild provoziert hatte. So als trotziger Gartenzaun zwischen Deutschland und Russland war Polen ja schon immer irgendwem im Weg. Diesmal eben dem US Imperium. Als Rentiere getarnte FSB Agenten haben erstmal eine beeindruckende Demonstration hingelegt wie man mit einer Nebelwand Flugzeuge los wird. Das ganze wurde dann, US typisch, um ein vielfaches ausgebaut. Da in Island nach dem Zusammenbruch der Finanzwirtschaft ja ein Datenfreihafen entstehen solle bei dem u.a. Einrichtungen wie WikiLeaks Zuflucht finden sollten, konnten die Amerikaner das natürlich nicht auf sich sitzen lassen und haben als qualmenden Pferdekopf Europa den Vulkan ins Bett gelegt. Völlig frei von aufdringlichen Geschäftsreisenden und schädlichen Luftpostimporten kann sich jetzt die amerikanische Wirtschaft etwas erholen während in Europa Milliarden an Umsätzen bei den Fluggesellschaften vernichtet werden. Es freuen sich Autovermieter, Tankstellenbetreiber, Reedereien und die Deutsche Bahn.

Doch was hat das alles mit uns zu tun? Nicht viel. Es bleibt jetzt eben noch mehr Zeit sich solche hirnrissigen Gespinste aus dem Kopf zu schreiben und wenn das so weiter geht womöglich auch noch in der nächsten Woche. Da kann man herzlich wenig machen und ich warte auch lieber ab bis der Spuk vorrüber ist als dass ich am Ende in einem Flugzeug sitze das (wie hier zu sehen) verklebte Triebwerke hat weil die Vulkanasche geschmolzen ist und diese sich an den Triebwerksteilen festgesetzt hat.

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Clerasil, man bringe mir Sandpapier und Clerasil

Wir halten uns auf dem Laufenden ob es denn nun Dienstag weiter geht oder auch nicht. In diesem Sinne eine kleine Weisheit aus dem Al-Kaida Trainingslager:

Nicht gleich in die Luft gehen wenn es mal nicht gleich in die Luft geht.



Das Leben kann schwer sein … wenn man es auf dem Rücken trägt

3 04 2010

Ich möchte an dieser Stelle auf die kaum gekannten Gefahren des Reisens hinweisen. Immer häufiger hat eine Langzeitreise den vorzeitigen kreisrunden Wohnausfall zur Folge. Dieser zeigt sich insofern sich der Kleiderschrank spontan lichtet. Morgens im Bad hält man Büschel von Haaren oder kunstoffartigen Schäumen in den Händen und schrubbt damit die Wanne. Ist man erst einmal so geschwächt fängt man sich leicht mal einen sogenannten „Trepper“ ein. Bei dieser heimtückischen Infektion fühlen sich die Arme an als würde man den ganzen Tag kistenweise schwere Gegenstände transportieren, das Hirn martert unter der Aufgabe (für diese imaginären Gegenstände einen Platz zu finden) vor sich hin, die Beine bewegen sich unkontrolliert in einer stechschrittartigen Akkordmotorik die höchstens von den Schweißausbrüchen ablenkt die einen beständig ereilen. In einer besonders schweren Form -dem „Dachberger Syndrom“- kommt es vor, dass sich die Symptome in einer gefühlten Schräglage äußern. Die typischen Erkrankungstufen verlaufen bei solchen Patienten in einer 45%-igen diagonalen Steigung.

Es kann zu staubfarbigen Verfärbungen an den Handflächen, Druckstellen an Knien und Schultern sowie zu kurzfristiger Langatmigkeit als auch langatmiger Kurzfristigkeit kommen. Nach einigen Wochen beginnt der Körper den eigenen Wohnraum verstärkt abzustoßen und wird von parasitären insektenähnlichen Organismen (Verwandte der Termiten) befallen. Am häufigsten sind dabei Infektionen mit „Vermiten“ (Ixodes Conductionis) oder „Nachmiten“ (Psocoptera Monetis). Eine stationäre Behandlung ist nicht anzuraten. Am besten werden die „Miten“ über längere Zeit ausgehungert und sich selbst überlassen. Ein bereits aufgetretener Befall mit Vermiten oder Nachmiten ist daran zu erkennen das beim Wirt verstärkter Putz- und Reparaturtrieb ausbricht und  längst überfällige Mechanismen in Gang gesetzt werden. Auslöser hierfür ist vermutlich eine psychologische Unterform des Überlebendsdrangs, man spricht hierbei von „Kautionserhaltungstrieb“.

Nach schleichender Unbehaglichkeit und schlaflosen Nächten folgt in der Regel 2-3 Wochen vor der Abreise eine kaum zu lösende Verstopfung im Hausflur oder umliegenden Lagerräumen. Diese kann medikamentös mittels Abführpaletten behandelt werden aber modernste Gentherapie erlaubt es heute diese Probleme bereits nach einmaliger Anwendung ausreichend einzudämmen. Das dazu entwickelte Verfahren bezieht sich auf Ansätze zur Manipulation zweier Erbsequenzen welche vom weissrussischen Scaniologen Nikolai Lastwa und seinem Iranischen Kollegen Bashir Farhen (getrennt voneinander) entwickelt wurden. Erst durch die späte Kooperation der beiden konnte der Durchbruch erzielt werden dem wir heute die rasche Genesung vieler Betroffener zu verdanken haben: das „Lastwa Gen/Farhen Gen“-Verfahren.

! VORSICHT !
Sollte eine Infektion mit Vermiten/Nachmiten und Wohnraumversiegelung zeitgleich erfolgen ist dies häufig begleitet von nächtlichem Schüttelfrust und Schwindelgefühl welches bei Terminvereinbarungen auftritt. Sollten die Symptome nicht innerhalb von einer Woche nachlassen, fragen sie ihren Spediteur oder Lageristen. Bei der Einnahme von Transportkist Akut Forte können als Nebenwirkungen Durchfall oder Erbrechen von Gegenständen auftreten.
! VORSICHT !

Als Folgeerkrankungen ist das bekannte Reisefieber stark vertreten. In südamerikanischen Reiseländern (z.B. Kolumbien, Peru) ist dagegen der Wanderschnupfen stärker verbreitet. In der Nordwest-europäischen Flachebene ist das Jahr über der Heuschnupfen ebenfalls ein bekanntes Phänomen, viel häufiger ist dort jedoch, statistisch betrachtet, der Grashusten.

Kommen wir abschließend zu einem Thema das mich persönlich betrifft. Viel zu lange wurden wir Betroffenen als Personen verunglimpft die in der Bäckerei Brötchen eintüten (Backpacker). Der maligne Rückenmarkstumor ist kein Thema über das man so hinfällig Witze macht. Schon garnicht wenn man gerade hingefallen ist. Der dramatische Verlauf der Enkrankung beginnt mit den voran genannten Teilsymptomen und ist nur sehr schwer vorab zu diagnostizieren. Im fortgeschrittenen Verlauf des Wohnausfalls tritt für gewöhnlich in der Therapiephase der Wohnraumversiegelung, als Nebenwirkung der Abführpaletten, starkes Blähgefühl auf. Am Rücken des Patienten bildet sich eine Geschwulst aus, in der sich Abfallstoffe und verschiedene Gewebesorten anlagern die vom Patienten nicht vollständig abgetoßen werden können. Unter immensem Druck verdichtet sich das Material und bildet gurtartige Metastasen aus. Die Farbe einer solchen Verwachsung kann von Orange über Rot bis hin zu nekrotischem Schwarz variieren. Die Ausbreitung ist für gewöhnlich unvermeidlich und muss vom  Patienten genauestens beobachtet werden weil sich sonst auch auf dem Bauch zusätzliche Eastpocken ausbilden können. Sowohl die Schultern als auch die Hüfte werden früher oder später befallen. Eine Heilung gibt es nicht, die Forschung arbeitet in Zusammenarbeit mit Gebrauchtwagenhändlern und Herbergsvätern seit Jahren an einer langzeitwirksamen Therapie. Leider können wir heutzutage lediglich kurzfristige Abhilfe schaffen und Menschen in ihrer wahrlich schweren Zeit beistehen.

ACHTUNG: Falls sie eine feige Pienze sind, einen schwachen Magen haben oder irgendwie sonst verweichlicht sind soll Ihnen dies eine Warnung sein. Im Anschluss folgt ein Foto meiner Operation bei dem mir der Rückengeschwulst entfernt und auf den Operationstisch in seine Bestandteile zerlegt wurde. Das Bild ist nicht für schwache Nerven oder weiche Knie. Leider wächst es schon wieder nach und im nächsten Jahr werde ich mir eine erneute Entfernung wohl nicht zumuten können.

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Verschiedene gewebeähnliche Ansammlungen

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v.l.n.r. verschiedene Stoffplanen, Metallteile, Schnüre, das entfernte Metanom



UPDATE: Kartenhausaufgabe

24 03 2010

my_map

Click here for the map

Wie das hier funktioniert:

1. GPS Gerät anschalten und Tracks mitprotokollieren

2. .gpx Datei(en) aus dem GPS Gerät auslesen (Bei Garmin eTrex Menu -> Setup -> Interface -> USB Mass Storage)

3. Auf www.gpsvisualizer.com die .gpx Datei(en) hochladen und in Google Maps Format umwandeln lassen

4. Mittels Firefox ScreenGrab! Add-On einen Screenshot von der kleinen Karte machen (Rechtsklick -> ScreenGrab! -> Speichern -> Auswahl)

5. Die HTML Datei der erstellten Karte von gpsvisualizer herunterladen und abspeichern

6. Google Maps API Key in die HTML-Datei einfügen (siehe Anleitung oder vorherige Karten)

7. Mittels FTP Client beim EZOZ Maps Webspace anmelden, Dateirechte auf 755 (rwxr-x-r-x) setzen

8. Die modifizierte HTML Datei hochladen, Ordner und Dateiname notieren (aus Name und Ordner setzt sich die spätere URL zusammen)

9. Screenshot der Karte in der Mediathek in WordPress hochladen

10. Artikel erstellen und Bild mit Link auf die Karten-HTML einfügen

Voilà

Ist zwar leider nicht so komfortabel wie ich mir das wünschen würde aber leider unterstützt WordPress in dieser Installation keine „IFRAME“s innerhalb der Artikel und ich kann auch keine selbstgebastelten HTML Dateien aufs Blog hochladen. Daher müssen die Karten separat gespeichert werden und sind nur per Klick erreichbar. Das mit dem Screenshot dient nur der Übersichtlichkeit bzw. als Vorschau. Am Ende des Trips wird mit Sicherheit nochmal eine deutlich intensivere Auswertung bzw. Nachbearbeitung der Rohdaten erfolgen aber erstmal werden wir uns darauf konzentrieren müssen regelmäßig die Daten zu protokollieren und zu sichern.

Bitte außer den HTML Dateien keine anderen Daten auf dem FTP Server ablegen weil der Speicher dort auf 150MB begrenzt ist.

Update: Man muss einen Extra Google API Key für jede Domain generieren auf der Maps laufen soll. Firefox scheint das aus dem Site Referrer zu nehmen aber Opera mag es nicht mit dem „falschen“ Schlüssel. Zweiter Key ist generiert und muss entsprechend in die extern gelagerten HTML Dateien eingefügt werden.



Just a Warning

15 03 2010

Since my disposition as a nerd and all-around weirdo is subject to scrutiny some of the texts posted on this blog will be penned in the English language. If you are unfamiliar with this lingua franca of the 21st century: Congratulations you are a rambling idiot and have been living under a rock for the last couple hundred years or so. I probably will provide some translations for some articles but you can’t expect me to jump between languages when all I do down there is to think and live English; so get used to it. A good little help for you will be www.leo.org (I also use that) which is a free dictionary. Study up my little ponies or you’ll never find out how much fun we’ll be having.

Any bit of sarcasm on this blog has been put here intentionally and even if not deserves it’s rightful place in your brain. Put up with it and chew down. It’s not getting any better than this.

//

Da ich einen Ruf als Nerd und rundum Sonderling zu verteidigen habe werden einige der Beiträge in diesem Blog in Englischer Sprache verfasst werden. Wenn dir diese Lingua Franca unbekannt sein sollte: Herzlichen Glühstrumpf du bist ein sabbernder Volltrottel und hast die letzten paar hundert Jahre hinter dem Mond gelebt. Ich werde wahrscheinlich ab und zu Übersetzungen dazu schreiben aber man kann nicht von mir erwarten dass ich ständig zwischen den Sprachen hin und herspringe während ich da unten Englisch lebe und denke. Eine nette kleine Hilfe ist www.leo.org (benutze ich auch) ein kostenloses Wörterbuch. Macht eure Hausaufgaben meine lieben Pappenheimer, sonst kriegt ihr nie raus was wir alles an Spaß haben werden.

Jedes Stückchen Sarkasmus in diesem Blog ist sorgfältig platziert worden und selbst wenn nicht verdient es einen angemessenen Platz in euren Hirnen. Zähne zusammenbeissen und gewöhnt euch dran. Besser wirds nicht.



Was man so lernt -1-

15 03 2010

„Kollektion 2010“ bei einem Stiefelhersteller heisst: Bei Vorbestellungen irgendwann Mitte des Jahres verfügbar.

Kreditkartenlimits hauen einem bei Flugbuchungen einen Strich durch die Rechnung.

Eine Reisekrankenversicherung für ein Jahr schwankt zwischen 350 und 1200 Euro je nachdem wen man fragt.

GPS Kartenmaterial für Garmin Geräte kostet gerne mal 150-200€ und ist mit hirnfreiem DRM vollgekleistert. Achso: und ohne Microsoft Windoof ist man aufgeschmissen.

Die G-Star Kleidungsmarke hat ein äußerst merkwürdiges Verständnis davon was XL eigentlich bedeutet.

Bei Korean Air gilt ein Kontrabaß nicht mehr als Handgepäck!!?

Hanteln = Muskelkater

Micro SD Karten sind die Stecknadeln der Digitalgesellschaft.



Wie jetzt, arbeiten?

23 02 2010

Soeben habe ich für uns drei die Steuernummern, Handynummern und eine Briefweiterleitung angemeldet. Heisst das ich muss da unten tatsächlich ackern? Och nöö. Wenigstens ist das jetzt schon mal vom Tisch. Praktischerweise gibt es bei dem Anbieter Rabatte für Gruppenreisende und nochmal 5% wenn man, wie wir, über einen der Referrer kommt. Wozu braucht man nochmal so ein Traveller Package für hunderte Euro? Für die Parties? Nee Danke, ich spar mir das Geld und kauf da unten noch ganz doll viel mehr Bier als ihr.