Schroddis Tag 226 – Arbeiten mit Robo Segal

12 12 2010

Ort: Zimmer Drei, Brook Lodge, Donnybrook
Ortszeit: 07.12.2010, 18.15 Uhr
Wetter: 21 Grad, wolkig
Anwesende: Alle meine Mitbewohner….woanders kann man sich ja hier nicht aufhalten…

Bei Ankunft hatte man mir an der Rezeption mitgeteilt, dass ich die naechsten Tage voraussichtlich schon anfangen koennte zu arbeiten. Nach einem freien Tag, an dem ich mich totgelangweilt und einfach nur auf Arbeit gehofft habe, kam abends die erloesende Nachricht ueber den Arbeitsplan des Folgetags. Am naechsten morgen sollte ich um 8 Uhr auf dem Parkplatz bereitstehen, um (vermutlich) von meinem neuen Arbeitgeber Russell abgeholt zu werden. Als ich am naechsten Morgen gerade am Zusammenpacken war, entdeckte ich auf dem Parkplatz vorm Hostel zwei staemmige Maenner, von denen einer ganz sicher Russell sein musste.

Sowie ich aus der Tuere kam, fragte man mich schon, nach meinem Namen, was fuer ihn einen Volltreffer bedeutete. Russell, der kleinere von beiden stellte mich auch sofort Peter, einem befreundeten Farmer vor, welcher von meiner stattlichen Groesse (immerhin einen Kopf hoeher als der oertliche Durchschnittsasiat) sehr angetan war und mir sagte, dass er grosse Leute braucht und mich unbedingt haben will, wenn ich den Job fuer Russell erledigt habe.

Waehrend der Fahrt zur Farm meines neuen Chefs stellte sich heraus, dass es sich bei meinem Job gar nicht um Erntearbeit, sondern um das Stapeln und Transportieren von Hartholz handelte, was etwa 1 ½ Tage in anspruch nehmen wird.

Auf seinem Anwesen angekommen, sprang er aus dem Auto, rief mir zu, dass er sich den Lkw holt und ich ihm anschliessend folgen sollte. So ueberliess er mir einfach mal so sein geliebtes Auto, ohne mich auch nur eine Viertelstunde zu kennen. In Kolonne fuhren wir dann etwa 10 Minuten seine Farm

Ein guter Grund für Muskelkater

Ein guter Grund für Muskelkater

entlang, bis wir an einer Metallhuette ankamen, vor der etliche Tonnen Holz gestapelt und anschliessend vom Freund seiner Tochter umgefahren wurden. Da er in kuerze das Holz verkaufen wollte, sollten die Balken nach Groesse sortiert auf den Lkw geladen und zu seinem Hof gebracht werden.

Russell ist klein, staemmig, etwa mitte 50 und strotzt geradezu vor Testosteron. Sein Bewegungsablauf erinnerte stark an Robocop und er schaute wie Mr. „ich habe nur einen Gesichtsausdruck“ Steven Segal, denn er hatte permanent einen echt grimmigen Blick drauf, was ihm durchaus gut stand, wenn er nahezu permanent mit den wuestesten Kraftausdruecken um sich warf. Er schaffte es sogar grimmig zu schauen, waehrend er lachte. Ansich war er aber ein ganz lieber Kerl. Es gab jedoch etwas, das den Job nahezu unertraeglich machte.

Es waren die verfickten Fotzen, wie Robo Segal sie nannte (ich haette sie einfach als Fliegen bezeichnet). Und zwar waren es so viele davon, wie ich es selbst im Outback noch nicht erlebt habe. Ich denke ich kann mir gutem Gewissen und ohne zu uebertreiben behaupten, dass auf mir und um mich herum meistens ganz locker weit ueber 100 Fliegen schwirrten, deren Vorliebe es war, sich

Antiquitäten....restaurationsbedürftig

Antiquitäten....restaurationsbedürftig

ausgerechnet in Augen-, Ohren- und Mundgegend niederzulassen. Ich hielt das etwa 2 Stunden aus, bis ich mir aus dem Auto mein Fliegennetz (1000 Dank an Meggy fuer das tolle und absolut notwendige Geschenk!!!) holte.

Damit liess es sich dann wesentlich angenehmer arbeiten. So sortierten wir diese riesigen Balken nach einem sehr eigensinnigen System meines Chefs, was im Endeffekt nicht wirklich etwas mit Sortieren zu tun hatte, da am Ende alle groessen wieder annaehernd durcheinandergewuerfelt waren wie zuvor. Einen Grossteil bekamen wir am ersten Tag fertig. Nachdem wir am zweiten Tag alles „sortiert und abtransportiert hatten, stand als naechste Aufgabe an, seine Blechhuette aufzuraeumen. Ungluecklicherweise war dies in den letzten 50 – 100 Jahren nicht mehr geschehen, sodass verdeckt unter Spinnenweben und Nestern von Tieren, die ich lieber nicht kennenlernen will (hier versuchen sie dich ja eh alle umzubringen), die abgefahrensten Sachen zum Vorschein kamen. Darunter waren antike Moebel, ein Pferdepflug, der Radsatz einer Pferdekutsche und eine uralte gusseiserne Badewanne. Nachdem seine Huette anschliessend sauber und ich dreckig war, hatte dieser Job fuer mich ein Ende, allerdings sollte der Naechste bei Peter schon auf mich warten…

Gruesst denn der alte Holzschroddi noch, Holzschroddi noch…?

Jaaaa, er gruesst noch



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2 Antworten zu “Schroddis Tag 226 – Arbeiten mit Robo Segal”

  • Schroddimuddi sagt:

    …grüßen wir den dollen Holzschroddi noch, den Holzschroddi noch….

    …ja wir grüßen noch..—>>>>

    :-))) wer singt mit???? ;-))))

  • Tom sagt:

    TöRRRRÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖ,

    na, da grüße ich den ollen dollen Holzschroddi doch gerne direkt mit ………………………huhu ………………und winke winke Schroddi, weiterhin viel Spaß
    und eine tolle Zeit wünsche ich Dir !!!

    Prost !

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