Schroddis Tag 505 – „Beschissene“ Froesche

18 10 2011

Ort: Km 12.175, Im Wellblech-Wohnzimmer, Kununurra
Ortszeit: Roadtrip Tag 107, 14.09.2011, 20.00 Uhr
Wetter: Arschkalte 20 Grad, dunkel
Anwesende: „Beschissene“ Froesche

Nachdem wir unseren neuen Job in der Tasche hatten, schliefen wir die erste Nacht wie gewohnt in einer Nische im Busch. Da wir jedoch aufgrund des Fahrwegs mitten in der Nacht aufstehen mussten, entschieden wir uns die kommenden Naechte unser Auto einfach irgendwo auf dem Farmgelaende zu parken. Uns wurde schliesslich ohnehin angeboten dort einzuziehen. Allerdings in einen ranzigen Wohnanhaenger aus den 70er Jahren. Nach einem Blick in den selbigen und eine Nase Miefluft, lehnten wir dies jedoch dankend ab. Home sweet home

Die Naechte gingen ins Land und auf Dauer wurde uns das Auto etwas zu unbequem.
So zogen wir doch in einem schleichenden Prozess langsam aber sicher in dem Wohnwagen ein. Neben der 70er Jahre Schaukel hatten wir nterm Wellblechdach noch einen Tisch und ein Bad, welches in einem relativ offenen Baustil gestaltet wurde.

Fuer umsonst liess es sich hier prima leben. Wir hatten zwei Hunde, einen zum Kuscheln und einen zum Kaempfen, unser Wohnzimmer teilten wir mit riesigen giftigen Ochsenfroeschen, einer Gottesanbeterin und massig ungeliebten Fliegzeug und taeglich liess sich ein weiterer neuer Bewohner entdecken. Im Bad vergnuegten sich ueberall knallgruene Laubfroesche und Jim, unser Nachbar auf der Farm, wollte immer das Licht anlassen, da er in den letzten Jahren haeufig Schlangen beim Verlassen des Bades vorgefunden hatte. Frog 01

Ein bisschen Wildlife ist ja ganz schoen, allerdings hatte ich mit unseren quakenden Mitbewohnern irgendwann doch Mitleid. Eines Abends wollte ich aufs Klo, guckte in die Schuessel und beobachtete einen der Huepfer beim Plantschen im Wasser.

Gibt es dafuer nicht appetitlichere Gewaesser? Mit etwas Muehe war der Frosch endlich aus dem Klo vertrieben und mich erledigte, wozu ich urspruenglich gekommen war.
Beim Spuelen kam dann zu meinem Erstaunen ein zweiter Bewohner unter dem Schuesselrand

Spiderman war zur Stelle als es brenzlig wurde

Spiderman war zur Stelle als es brenzlig wurde

rausgerutscht. Arme Kreatur…

Das Spiel wiederholte sich beinahe taeglich und diese armen Viecher wollten dieses ‚beschissene“ Gewaesser einfach nicht verlassen. Am letzten Abend warf ich wieder einen routinemaessigen Blick in den Porzellantempel und setzte mich. Als ich mich dann nach unseren gruenen Freunden umsah, entdeckte ich zu meinem Entsetzen direkt hinter mir wie sich etwas dunkles zwischen dem Welblech und der Mauer wand. Ohhhh shit, die Schlangengeschichten waren wohl doch keine Maerchen. Selten hatte ich eine Toilette so fluchtartig verlassen. Da wir auch immer unsere Wohnwagentuer offen stehen liessen, war mir nicht ganz wohl bei dem Gedanken, dieses kleine Tierchen in unserer Naehe zu haben. So rief ich durchs offene Fenster unseren Farmer herbei und erzaehlte ihm ueber meine gruselige Begegnung.

Schlangenblut - Die Steppenhaie liessen nicht lange auf sich warten

Schlangenblut - Die Steppenhaie liessen nicht lange auf sich warten

Er dueste sofort los, schnappte sich eine Machete und hackte auf die Schlange ein. Kurze Zeit spaeter war das knapp einen Meter lange Exemplar aus der Ritze geholt und mit zwei Versuchen ueber den Zaun aufs Nachbarsgrundstueck geworfen.

So war das Problem mal wieder auf Klassische Art und Weise geloest. Crocodile Dundee waere vermutlich neidisch gewesen….

Es gruesst der Schlangenbaendiger

Schroddi



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