Schroddis Tag 189 – Im Schlachtschiff unterwegs mit zwei verrueckten Huehnern

16 11 2010

Ort: Irgendwo im Nirgendwo zwischen Gooniwindi und Broken Hill

Ortszeit: 31.10.2010, 14.30 Uhr

Wetter: 29 Grad

Anwesende: Zwei verrueckte Tanten und ein boeser Onkel

Nach rund 170 Tagen, 60.000 gespuelten Tellern, annaehernd einem halben Liter Blutverlust und viel zu vielen schraegen Aktionen entwickelte sich in letzter Zeit langsam aber sicher ein unterschwelliger Drang dieses Miami Beach-Feeling hinter sich zu lassen und mal wieder auf Reisen zu gehen. Doch die Entscheidung, wohin es diesmal gehen sollte fiel nicht ganz einfach, da es auf dieser kleinen Insel doch einiges zu sehen gibt.

Auch die zwischenzeitlich arbeitslos gewordene Meggy packte das Reisefieber erneut und plante mit Kris und Dallas ins Landesinnere zu reisen. Als mit Alice Springs deren Ziel schon feststand und es nur noch um die Wahl des entsprechenden Verkehrsmittels ging, entschied sich Dallas spontan, kurzfristig wieder wieder fuer gut 2 Wochen auf ein Fischerboot zu gehen und unter einem pruegelnden Skipper mit einem breiten Grinsen im Gesicht Haie und anderes Getier auszuweiden.

So stand Meggy mit ihrem Wunsch schnellstmoeglich australisch Miami zu verlassen wieder alleine da – fast, denn mit dem Gedanken in das Herzen dieses Kontinents zu reisen hatte ich auch bereits gespielt. Allerdings wollte ich die Strecke auf keinen Fall fliegen, sondern etwas oder nichts (das Nichts) sehen.

Da wir in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit Relocation Cars gemacht haben und es im Prinzip der guenstigste Weg zu reisen ist, entschlossen wir uns auf ein passendes Auto nach Alice zu warten. Da ich jedoch nach wie vor im Nacktcafe arbeitete, wollte ich der Fairness halber noch eine Woche warten, um dem Cafe die Chance zu geben, einen Nachfolger fuer mich zu besorgen. In der kommenden Woche hatte ich meine beiden freien Tage am Freitag und Samstag. Diese Tage wollten wir noch nutzen, um einiges zu sehen und Sonntag sollte dann mein letzter Arbeitstag sein. So beschlossen wir am Freitag in den Australia Zoo und Samstags nach Double Island zu fahren.

Als wir dann Freitags auf den Bus zum Zoo warteten, klingelte mein Handy und die freundliche Dame der Relocation Agentur bot mir zwei Autos an. Das Erste fuer den kommenden Tag von Brisbane nach Adelaide und das Zweite am 9. November von Adelaide nach Alice Springs.Nach einer etwa 5-Sekuendigen Ruecksprache mit Meggy schlugen wir zu. Mit gemischten Gefuehlen ging es dann in den Zoo. Einerseits sprudelte die Vorfreude auf den kommenden Roadtrip, andererseits plagte etwas Wehmut so ploetzlich den Ort zu verlassen, der im letzten halben Jahr unser Zuhause geworden ist. Zudem schossen mir noch 1000 Sachen durch den Kopf, welche am gleichen Abend noch zu erledigen waren.

Nach einem wunderschoenen Tag im Zoo in Gedenken an den Nationalhelden Steve Irwin ging die Rennerei dann los. Im Hostel angekommen bestaetigte ich zuerst die Abholung des Fahrzeugs. Da es wieder ein 6-Bett Campervan war, boten wir anschliessend am schwarzen Brett Mitfahrgelegenheiten nach Adelaide an. Danach ging es im Eiltempo in die Stadt, um meine letzten Arbeitgeber zwecks Papierkram abzuklappern. Darueber hinaus besuchte ich auch ein letztes Mal das italienische Restaurant, um mein seit gut 6 Wochen ausstehendes Gehalt einzufordern.

Weiter ging es in den oertlichen Souvenierladen, um mit noch ein Sunshine Coast-Shirt zu kaufen. Dort wartete bereits Jana auf mich, welche die Kassiererin bereits mit der Frage nach einem Typ mit einem Smile auf dem Kopf ordentlich verwirrt hatte.

Eigentlich wollte sie mich zum Strand schleppen, wir kamen aber bzgl. der anstehenden Tour ins Gespraech. Ihr fiel der Gedanke ganz gut, wollte noch eine Nacht darueber schlafen, entschied sich dann jedoch relativ schnell am naechsten Tag mit uns zu kommen.

Jana ist definitiv eine der chaotischsten und verrueckstesten Personen, die ich in meiner Zeit in Down Under getroffen habe, was natuerlich eine abgefahrene Zeit voller verrueckter Aktionen versprach. Zurueck im Hostel handelte ich meine (nicht mehr) zu zahlende Miete aus, kopierte einige Daten, brachte meinem Arbeitskollegen seine externe Festplatte zurueck, organisierte uns eine Mitfahrgelegenheit nach Brisbane, wo wir unser Auto abholten und begann dann langsam zu packen.

Wenn man nach einem halben Jahr an einem Ort haeuslich geworden ist, faellt das Packen jedoch nicht mehr so einfach. So zog sich diese Aktion bis etwa 2 Uhr morgens. Als der Rucksack nach allen Regeln der Kunst vollgestopft und geschlossen war, verschwand ich noch fuer ein Zigarettchen auf dem Balkon. In diesem Moment kam Maggus von der Arbeit und wir sassen noch eine Weile zusammen. Kurz bevor es dann hell wurde, verzog ich mich ins Bett, um wenigstens noch zwei Stunden zu schlafen, bevor die Reise losging.

Kurze Zeit spaeter checkten wir im Hotel California aus und luden das Gepaeck von vier Backpackern (wir Drei + Fahrer) in einen Kleinwagen, dessen Stossdaempfer in den kommenden Stunden die vermutlich haerteste Zeit ihres ihres Lebens durchleben sollten.

Bis unters Dach beladen rollten wir dann nach ausgiebiger Verabschiedung vom Hof. Nach rund einer Stunde und unserer verpassten Ausfahrt vor Brisbane schlaengelten wir uns dann durch die Innenstadt und erreichten kurze Zeit spaeter Das Mietwagendepot, in dem wir zuletzt vor rund einem halben Jahr unser letztes Auto abgegeben hatten.

Unser Mutterschiff Klausi Mausi

Unser Mutterschiff Klausi Mausi

Mit der wie ueblich deutschen Tante der Autovermietung erledigten wir dann den ganzen Papierkram und besichtigten anschliessend unseren fast neuen Volkswagen Campervan.

Unser erstes Ziel war der nahegelegene Supermarkt, um uns mit allem noetigen fuer die Reise einzudecken. Da es nicht so einfach ist mit einem 3,5m hohen und rund 7m langen Schiff einen Parplatz vor einem Supermarkt zu finden, schmiss ich die Maedels raus, stellte mich an den guenstigsten Ort und begann Karten zu studieren und unser kleines Outdoor Navi zu programmieren. Nach gefuehlten fuenf Stunden, kam dann Meggy mit einem reichlich gefuellten Einkaufsagen zurueck, die Dritte im Bunde fehlte jedoch nach wie vor. Weitere 20 Minuten spaeter tauchte auch Jana mit einem Einkaufsagen voller toller Sachen auf.

Als dann alles sicher verstaut war, konnte es endlich auf die eigentliche Reise gehen. Die erste Aufgabe bestand darin, aus Brisbane raus zu kommen. Im Optimalfall natuerlich in die richtige Richtung. Erfahrungsgemaess stellt sich diese Aufgabe jedoch nicht so einfach da. Da unser Navi keine Halterung fuer Autos besitzt, lies ich Meggy navigieren und versuchte das Schlachtschiff, getauft Klaus, sicher durch den Grossstadtjungel zu manoevrieren. Als die Route waehrend der Fahrt zum fuenften Mal neu berechnet wurde, versuchte ich waehrend der Fahrt auch die Navigation in die Hand zu nehmen. Es war ja wirklich lieb gemeint, dass Jana mich im gleichen Moment mit Essen versorgen wollte, allerdings musste ich sie daran erinnern, dass wir Maenner nicht wirklich Multitaskingfaehig sind und ich meinen tropfenden Wrap lieber essen wollte, wenn ich nicht gerade auf einer stark frequentierten, mehrspurigen Stadtautobahn mit einem viel zu grossen Auto fahre und nebenbei mit einer Hand versuche ein viel zu kleines Navi zu bedienen.

Ohne Helm, ts, ts, ts....

Ohne Helm, ts, ts, ts....

Letztendlich schafften wir es aus dem gehassten Grossstadtdschungel, der Verkehr liess schnell nach und die Umgebung wurde sofort laendlicher. Daher goennten wir uns eine kurze Rast an einem sehr schoenen Barbequeplatz mit Schaukel und Wippe.

Nach einem goettlichen Essen (nachtraeglich einen herzlichen an die Wrapartistin, die dieses Essen unter schwierigsten Bedingungen in einem heftig schaukelnden Auto gezuabert hat) schaukelten wir dann unseren Kreislauf wieder in Schwung und rollten weiter in Richtung Hinterland.

Unser Tagesziel war eine Gesamtstrecke von rund 380 Km und hiess laut Landkarte 03 Duster wirdsGoondiwindi“, direkt an der Staatsgrenze zu New South Wales gelegen.

Diese 380 Kilometer zogen sich jedoch wie Kaugummi, da eine Hoechstgeschwindigkeit von 100 kmh diesen Streckenteil dominierten, die Strassen immer schlechter wurden, die Dunkelheit relativ schnell zu unserem Begleiter wurde und die letzte Nacht bekanntlich nur rund zwei Stunden hatte.

Mit reichlich Pausen unter dem atemberaubensten Sternenhimmel, den man sich vorstellen kann, erreichten wir letztendlich unser Ziel: Den beleuchteten Parplatz eines bekannten und verachteten Fast Food-Restaurants. Ungluecklicherweise parkten wir direkt unter einem Scheinwerfer, sodass massig tote Kaefer und Falter vom Himmel hagelten. Dies sollte aber nicht die schlimmste Plage auf unserer Reise werden….04 Outback

Ungluecklicherweise hatte an diesem Abend niemand mehr daran gedacht, einen Wecker fuer den naechsten Morgen zu stellen. So starteten wir den Tag relativ spaet mit einer Dusche an der benachbarten Tankstelle. Wie schon in der Vergangenheit beobachtet, koennen diese Trucker-Duschen in Sachen durchaus in Sachen Sauberkeit mit dem in Australien ueblichen Hostel-Standard mithalten. Die einzigen Unannaehmlichkeiten stellte der Hochdruckreinigeraehnliche Wasserdruck dar, welcher mir locker die ersten drei Braeuneschichten von der Haus bliess, sowie die Tatsache, dass der Duschkopf etwa in Augenhoehe angebracht war, was mich wie ein Klappstuhl hat in der Dusche stehen lassen. 05 Outback

Da wir in der letzten Nacht reichlich Ungeziefer auf der Windschutzscheibe gesammelt und den Tank ordentlich geleert hatten, fuhr ich vor Weiterfahrt auf die benachbarte Tankstelle. Als ich an der Kasse bezahlen wollte, staunte der Tankwart nicht schlecht, als er zur Zapfsaeule blickte und zwei leicht bekleidete Maedels sah, die von beiden Seiten meine Windschutzscheibe reinigten. Erfrischt und gut gefruehstueckt ging es dann am spaeten Vormittag wieder zurueck auf die Holperstrecke. Die Erde um uns herum wurde immer roter, die Doerfer kleiner und seltener und nach einer Zeit passierten wir das Schild „Herzlich willkommen im Outback von New South Wales“.

Regelmaessige Muelltonnenleerung?

Regelmaessige Muelltonnenleerung?

Alle hatten wir uns darauf gefreut endlich ins Outback, das grosse Nichts zu fahren. Roter Sand so weit das Auge reicht, Kaengurus, Schlangen, der Geruch von Tod und Verderben in der Luft und hier und da eine verlassene Minenstadt. Das war, was wir erwarteten. Zu sehen bekamen wir jedoch etwas ganz anderes. Perfekt asphaltierte Strassen, gesaeumt von gruenen Waeldern und Bueschen, wunderschoene Landschaften und verschlafene kleine Doerfer.

Wir troesteten uns mit dem Gedanken, dass wir erst am Rande des Outbacks sind und wurden mit etwas Geduld auf der knapp 800 Kilometer langen Tagesstrecke mit regelmaessig wechselnden Landschaften eines jeden Typs belohnt. Mal Flach, mal huegelig, und ab und zu richtig bergig, mal mehr Vegetation, mal weniger. Die Orte wurden mit der Zeit weniger doch die Wuestenlandschaft tat sich uns auch am zweiten Tag nicht auf.

Herr der Fliegen

Herr der Fliegen

Auch wenn auf den ersten Blick nicht sichtbar, machte sich das Outback nun bemerkbar.

Und zwar hat die Rinderzucht im Outback einen sehr unschoenen Nebeneffekt. Mal abgesehen von der Tatsache, dass ich nicht eine einzige Rinderfarm auf unserem gesamten Trip gesehen habe, hat sich durch die Zucht eine Fliegenplage entwickelt, wie ich es noch nie erlebt habe. Es ist nahezu unmoeglich regungslos fuer mehr als eine Minute zu stehen, da binnen Sekunden mehrere Dutzend Fliegen um einen schwirren, wie um einen Haufen ScheiXXX. Darueber hinaus zaehlen die Augenwimpern und Ohren mitunter zu den beliebtesten Landeplaetzen, was das ganze echt unertraeglich macht.

Luxus im Outback, wer haetts gedacht?

Luxus im Outback, wer haetts gedacht?

Nach einem langen Tag und erneut einigen Stunden Fahrt in absoluter Dunkelheit hielten wir Ausschau nach einem geeigneten Rastplatz. Wir erreichten ein Dorf mit einer schaebigen Tankstelle und einem benachbarten Lkw-Parkplatz. Bei einem der dortigen Truckern erkundigte ich mich nach den naechstbesseren Schlafmoeglichkeiten und erfuhr, dass in rund 80 km der naechste Ort namens Cobar mit einer 24h Tankstelle nicht so schlecht sei. So kaempften wir uns die letzten Kilometer durch die extreme Dunkelheit und erreichten am spaeten Abend unser Ziel. Nach einer zuenftigen Mahlzeit, gekocht in unserer rollenden Kueche ging es dann endlich ins Bettchen.

Nachdem sich Jana am naechsten Morgen eine erfrischende Dusche im Herren-Bad abgeholt hat (Geschlechtertrennung nimmt sie bezueglich stiller Oertchen generell nicht so genau und sorgt damit regelmaessig fuer verdutzte Gesichter bei den Tankwarten) und unser Tank wieder voll war, ging es auf die etwa 450 Kilometer lange Tagesstrecke nach Broken Hill, eine Minenstadt mitten im Outback.

"Geh mal bitte in den Nachbar Ort Milch holen." "Ok, bis naechste dann..."

"Geh mal bitte in den Nachbar Ort Milch holen." "Ok, bis naechste Woche dann..."

Auf der Suche nach einem schoenen Ort zum Fruehstuecken stoppten wir nach rund einer Stunde an einem fuer das Niemalsland typischen Rasthof, ausgestattet mit einem Plumpsklo, ueberdachten Baenken und einer Muelltonne. Nachdem wir alle gesaettigt waren, sprangen wir ein wenig in der Morgensonne rum.

Neben den Sitzbaenken befanden sich einige etwa 50 cm hohe Betonsaeulen. Jana entdeckte eine der Saeulen fuer sich und stand, gleich einer Staue, froehlich grinsend auf der Saeule, was mich fuer als ein oertchen fuer ein witziges Gruppenfoto inspirierte.

So rangierte ich Klaus, das alte Mutterschiff in eine passende Position, um vom geoeffneten Motorraum aus, mittels Selbstausloeser, drei schraege Voegel auf

Kangarookaka voraus :-)

Kangarookaka voraus 🙂

Betonpfosten abzulichten.

Als wir dann alle grinsend auf unseren Pfoestchen standen, kam ploetzlich ein Auto auf den Parkplatz gerollt. Darin sass unglauebig lachend der freundliche Herr, welcher fuer die Sauberkeit auf den Raststaetten verantwortlich war. Nachdem wir ihm erklaert hatten, warum er mitten im Outback auf drei bekloppte Touris grinsend auf Pfosten stehend traf. Als ihm Jana auch noch seinen typisch australischen Hut mopste, knipste er nach wie vor lachend unsere gewuenschten Bilder. Ich will nicht wissen, was er Abends seiner Frau erzaehlt hat…“Schatz, du glaubst nicht, was ich heute wieder fuer bekloppte Touris gesehen habe“.13 Feuer frei

Wir fuhren weiter durch faszinierende Landschaften in Richtung Broken Hill, als wir den naechsten Stop zwecks Fahrerwechsel mitten im Nirgendwo einlegten. Waehrend ich mir die Fuesse vertrat, wunderte ich mich ueber die durchloecherten Muelltonnen. Bei genauerem Hinsehen handelte es sich um diverse Ein- und Durchschussloecher. Oehm joa, nicht drueber nachdenken…..weiter geht’s.

Als uns die Tankanzeige das naechste Mal zwang zu stoppen, landeten wir an einem echt urigen Roadhouse mit ausgesprochen guenstigem Sprit. Als Jana an die Theke ging, um zu zahlen,

Oeffentliches Nudelsieb

Oeffentliches Nudelsieb

wurde sie allen ernstes gefragt, was sie zu zahlen habe. Nachdem wir ungefaehr den richtigen Preis zahlten, schauten wir uns die vielen an der Wand haengenden Fotos an und amuesierten uns ueber die etlichen abgebildeten Truckergenitalien….naja, andere Leute Sammeln halt Briefmarken.

Wieder auf dem Weg tauchten kurze Zeit spaeter die ersten Verbotsschilder am Strassenrand auf, dass man keine Fruechte oder Gemuese mit in die vorausliegende Zone nehmen duerfe. So begannen Jana und ich im Eiltempo Moehren zu futtern. Die Schilder wurden immer haeufiger und vor allem gruseliger (bis 11.000$ Strafe). Da wir weder wussten, wo die Zone genau beginnt, noch welche Fruechte und

Fliegengeschiss

Fliegengeschiss

Gemuese das genau betrifft, wurden wir immer verunsichter und stoppten einfach am Strassenrand.

Ueberall sah man Obst herumliegen, was darauf deutete, dass die Schilder irgendwie ernst gemeint waren. Da wir nicht einsahen unsere teuer erworbenen Lebensmittel einfach ins Niemalsland zu schmeissen, entschieden wir den Herd anzuschmeissen uns uns ein Essen zu kochen. Meggy fand das nicht annaehernd so lustig wie wir und wollte lieber erstmal weiterfahren, da es ihr nicht ganz geheuer war direkt am Strassenrand zu koecheln. Unbeeindruckt davon brodelte bereits unsere Sosse auf dem Herd.

Etwa 500 Meter voraus stand bereits das naechste Warnschild, was wir leider von unseren

Quarantaenetonne

Quarantaenetonne

mobilen Kueche aus nicht lesen konnten. So erklaerte ich mich bereit einfach mal hin zu spatzieren, um ausfindig zu machen, was denn dort angeschrieben war. Auf meinem Weg entschied sich ein ungluecklicher Outbackvogel Suizid zu begehen und waehlte ausgerechnet den im gleichen Moment vorbeifahrenden Jeep. Als Fleischeinlage fuer unser Mittagessen war der Vogel leider zu klein. So liess ich ihn liegen.

Kurze Zeit spaeter las ich dann auf dem Warnschild, dass einen Kilometer voraus ein Quarataene Muelleimer war, um die entsprechenden Lebensmittel zu entsorgen. Zurueck am Camper raeumten wir also etwas die Kueche auf und fuhren auch den letzten Kilometer, um unser

Gibts denn hier kein Lift!?

Gibts denn hier kein Lift!?

Mittagessen nicht direkt am Strassenrand geniessen zu muessen, waehrend nur wenige cm entfernt Roadtrains an uns vorbeidonnern und uns ordentlich durchschuetteln.

Nach diesem Festmahl und mit einem leeren Kuehlschrank kamen wir dann wenige Minuten spaeter in der alten Minenstadt Broken Hill an. Da wir etwas von der Stadt sehen wollten, eierten wir etwas mit Klaus, dem Mutterschiff um die Stadt. Schnell fing es an zu daemmern und die Chance in der Stadt einen legalen und kostenlosen Stellplatz fuer die kommende Nacht zu finden war relativ aussichtslos. So entschieden wir uns die Stadt wieder zu verlassen und im Outback zu naechtigen. Da Klaus, die alte Saufnase schon wieder nach Sprit 11 Outbackschmachtete, hielten wir vor unserem Aufbruch noch an einer Tankstelle.

Waehrend ich den Tank fuellte, plauderte Jana bereits mit dem Trucker an der Nachbarzapfsaeule. Dieser erzaehlte ihr, dass sich etwa 40 km entfernt der naechste Rastplatz mit der ueblichen Outback-Ausstattung befand, wo wir es uns gemuetlich machen koennten. Vom Tankstellenwaerter lies ich mir erklaeren, auf welchem Weg wir die Stadt in die richtige Richtung verlassen koennen. Gleichzeitig bot der Trucker an, uns zum Rastplatz zu eskortieren und so eventuelle Kaengurus auf der Strasse aus dem Weg zu raeumen. Da sein Truck allerdings wesentlich mehr schluckte als unser „nur“ 7

Noch Steinesammler oder schon Messi?

Noch Steinesammler oder schon Messi?

Meter langes Schiff, entschieden wir uns auf eigene Faust weiter zu fahren.

Als wir dann mangels Beschilderung anstatt auf dem Highway mal wieder mitten im Nichts landeten, drehten wir rum und sahen unseren aufgetankten Trucker gerade von der Tankstelle rollen. So klemmten wir uns hinter ihn, bis dieser am naechsten Bottleshop anhielt, um offensichtlich selbst am Abend noch tanken zu koennen.

Da uns der richtige Weg aus der Stadt nun ersichtlich war, eierten wir froehlich weiter in die absolute Dunkelheit. Eine gute halbe Stunde spaeter erreichten wir dann den besagten Parkplatz, wo wir schon den Camper eines aeltern Paerchens stehen sahen, welche wir bei unserer Spontankocherei am Quarantaenestop am Mittag getroffen haben.

Wir hatten noch nicht ganz eingeparkt, als hinter uns ein Ungetuem auf den Parkplatz rollte, aus dem froehlich unser Trucker sprang und sich versicherte, dass bei uns alles im Lot sei.

Nun schienen wir uns mitten im Nichts zu befinden. Nicht nur die Fliegen waren in der 20 WanderpfadDunkelheit verschwunden, sondern auch alle Grillen und anscheinend saemtliches anderes Getier. Man es war ploetzlich so still, dass man das eigene Herz schlagen hoeren konnte. Mit einer gemuetlichen Runde mit Blick auf die wundervoll leuchtende Milchstrasse beendeten wir den Tag.

Am naechsten Morgen ging es dann nach einem Fruehstueck und einem kleinen Spatziergang durch ein abgesperrtes und verlassenes altes Mienengelaende (bei dem ich nach etlichen Stacheln im Fuss feststellen musste, dass ich endlich einen Ort gefunden hatte, den man nicht unbedingt mit Flip Flops

Flipflopungeeignetes Territorium

Flipflopungeeignetes Territorium

betreten sollte) weiter auf unsere Reise, welche uns abends nach Deutschland fuehren sollte.

Nach Deutschland? Richtig. Unser Tagesziel war Hahndorf, etwa 20 Kilometer entfernt von Adelaide gelegen.

Als Zwischenstop haben wir ich Peterborough ausgesucht. Ein Outback-Ort, der sehr stolz auf seine Eisenbahngeschichte ist. Die Landschaft war nach wie vor verdammt flach, jedoch gruen und wir langsam etwas geknickt, da wir entgegen unserer Erwartungen das wahre Outback mit dem endlosen roten Nichts scheinbar umfahren haben.

Am fruehen Nachmittag erreichten wir dann unseren geplanten Zwischenstop. Die 16 OutbackEisenbahngeschichte machte sich an jeder Ecke bemerkbar, denn selbst die Fussgaengerueberwege waren mit Bahnsignalen ausgestattet.

Nach einem Rundgang im Touristeninformationszentrum, welches sich selbstverstaendlich in einem alten 1. Klasse Waggon befand, entschieden wir uns auf einen Aussichtspunkt am Stadtrand zu fahren. Ueber eine Schotterpiste ging es dann einige wirklich steilen Huegel hoch. Zu meiner Ueberraschung meisterte Klaus diese Huegel wie ein Mann und ohne Steigeisen. Als wir an einem etwas abgelegenen Grundstueck vorbei kamen, sahen wir mitten auf einer Wiese ein uraltes Piano stehen und beschlossen auf dem Rueckweg zu halten, um ein Foto zu schiessen.24 Musik fuer Millionen

Dort wieder angehalten kam ein baertiger Mann mittleres Alters aus seiner notduerftig zusammengeschusterten Huette und winkte uns ran. Ich stieg also aus, um zu erfahren, was er von uns wollte. Er erzaehlte mir freundlich und mit anstaendiger Trinkerfahne, dass in woechentlich etwa drei Backpackerautos halten, um sein Klavier zu besichtigen. Er lud uns ein doch auf sein Grundstueck zu fahren und Bilder des Pianos aus der Naehe zu machen. Die Maedels waren anfangs von der Idee nicht so angetan, dennoch lenkte ich Klaus in seinen Garten.

Der Killer kam mit einem Laecheln...und ner Jackie-Cola

Der Killer kam mit einem Laecheln...und ner Jackie-Cola

Waehrend Meggy knipste und ich mich mit dem durchaus freundlichen Herren unterhielt, kam ploetzlich seine mit ordentlich Spieltrieb angespornte Kampftoele angefetzt, mit der sich Jana relativ schnell anfreundete. Er hatte ein paar sehr schoene, fahrtuechtige Autos aus den 60ern in einem Schuppen stehen, welche ich mir unbedingt ansehen musste. Auch wenn die Situation etwas schraeg war, kann man vorbehaltlos sagen, dass es eine nette Unterhaltung mit einem einsamen alten Herren war. Hat man jedoch den Film Wolfcreek vorher gesehen oder bereits Ausfluege mit gesuchten Moerdern unternommen, entwickelt sich ein etwas gruseliger Beigeschmack, welcher erklaerte, dass Jana in der Tasche nicht die Finger von ihrem Pfefferspray liess.

Mit dem Versprechen ihm ein Bild von seinem Piano zu schicken verabschiedeten wir uns und

Roadhouse mit Penisbildern und Gartenzwergsammlung

Roadhouse mit Penisbildern und Gartenzwergsammlung

suchten uns in der Stadt ein Plaetzchen fuer ein Mittagessen, was in erster Linie aus Suppen, belegten Broten und Toast bestehen sollte. Da die Steckdosen unseres Mutterschiffs nicht ohne externe Stromversorgung funktionierte und Jana auf getoastetes Weissbrot bestand, zog sie anschliessend mit einem Toaster und einer Packung Weissbrot unterm Arm los und klapperte Haustueren ab, um irgendwo Strom zu bekommen. Nach einiger Zeit kam sie dann froehlich grinsend mit massig warmen Toastbrot und einer Blume, die sie in einem Vorgarten gepflueckt hatte zurueck.

Etwa 10km ausserhalb der Stadt befand sich auf einem Huegel noch eine weitere Sehenswuerdigkeit, die wir vor unserer Weiterreise besichtigen wollten. Die freundliche Dame in der Touristeninformation hatte uns

Wohnst du noch oder lebst du schon?

Wohnst du noch oder lebst du schon?

bereits grob den Weg erklaert und gesagt, dass wir nach dem Ortsausgang einfach nur der Beschilderung folgen muessen.

So fuhren wir die entsprechende Strasse lang. 5km, 10km, 15km und immer noch fand sich kein entsprechendes Hinweisschild. Nach einem Blick auf die Karte, mussten wir feststellen, dass wir bereits an unserer Ausfahrt vorbei sein mussten. Kurz gedreht, nahmen wir den Anlauf zum zweiten Versuch. An einer unbefestigten Strasse (immernoch ohne Beschilderung bogen wir dann ab, da wir uns ziemlich sicher waren, die richtige Ausfahrt genommen zu haben. Ungluecklicherweise splittete sich dieser Schotterweg dann noch in zwei Richtungen auf und war nicht beschildert. Mit unserem Mutterschiff durften wir allerdings befestigte Strassen nicht verlassen, 26 Bayern down underwas mir bei der Aktion ein etwas unwohles Gefuehl verpasste. Zu allem uebel wurde die Piste auch immer enger und der Magnetic Hill war weit und breit noch nicht zu sehen. Daher beschloss ich rumzudrehen, bevor es ganz zu spaet war. Allerdings war der Weg bereits nur noch wenige Zentimeter breiter als Klaus lang war. So wendete ich dann Blut schwitzend in 500 Zuegen und erreichte nach einiger Zeit erleichtert wieder die geteerte Strasse. Auf einen zweiten Versuch wollte ich es dann auch nicht mehr ankommen lassen.

Nachdem es lange Richtung Westen gefahren sind, fuehrte uns die Strasse jetzt relativ gerade nach Sueden. Am Vortag schwitzten wir noch bei 29 Grad und bei unserem naechsten Stop sollten wir gerade noch 15 Grad Aussentemperatur haben.Distanz

An einem kleinen Entenweiher machten wir einen kurzen Stop. Ungluecklicherweise nahm Meggy beim Verlassen des Parkplatzes einige Aeste mit unserem 3,5m hohen Schiff mit, welche uns einen tiefen Kratzer in der Hinteren Tuer verpassten.

Kurz vor der angepeilten Metropole hat Klaus dann noch mal gut 70 Liter Schoppen gepetzt, um uns dann auch noch die letzten Kilometer nach Adelaide zu bringen. Besser gesagt an Adelaide vorbei, da wir das etwa 20 Kilometer westlich gelegene Hahndorf besuchen wollten, wo wir leider erst bei Dunkelheit ankamen.

Ein Schlafplatz lief sich hier leider nicht finden. So entschlossen wir die Stadt zu verlassen und noch einige Kilometer auf dem Highway von Adelaide weg zu fahren, um im Optimalfall eine 24h-Tankstelle zu finden. Ungluecklicherweise kam einfach nichts mehr. Daher entschied ich mich zu drehen und einfach auf gut Glueck in eines der kleinen Doerfer zu fahren. Ich nahm also die naechste Abfahrt und die geworfene Muenze sagte mir nach rechts zu fahren. Die Beschilderung Richtung City fuehrte mich ueber eine Einspurige Bruecke, was nicht unbedingt auf eine groessere Gemeinde schliessen liess. Durch immer kleinere Strassen geeiert stoppte ich irgendwann einfach am Strassenrand. Waehrend wir weiter ueberlegten, wo wir zum Schlafen hinfahren koennten, jaulte permanent der Wackeldackel im benachbarten Garten, was die Bewohnerin veranlasste mal nach dem Rechten zu sehen. Um die Dame nicht zu verschrecken, liess ich Jana den Vortritt, nach dem Weg zu fragen.

Sie erklaerte uns, dass es im Nachbarort eine 24h-Tanke mit Parkplatz gibt, wo man sich wohl bedenkenlos hinstellen koenne. Wir wollten unser glueck versuchen und erreichten die Tankstelle, nachdem wir etliche Wendemanoever hinter uns hatten, da ploetzlich der Ortsausgang spurlos verschwunden war. Es hatte sich bereits ordentlich abgekuehlt und war vermutlich die kaelteste Nacht seit 4 Monaten. So kochten wir uns noch was und heizten den Camper mittels unseres Gasherds. Meggy fielen relativ schnell die Augen zu und mit Jana schmiedete ich noch Plaene fuer die kommende Woche. Da wir nun schon seit 2 Tagen keine Dusche mehr hatten, kamen wir mitten in der Nacht auf die Idee unsere Dusche im Campervan zu testen. Ich wurde als Tester vorgeschickt und genoss eine goettlich warme Dusche. Als naechstes wollte Jana ihr Glueck versuchen. Nach einigen Minuten fragte sie mich, ob es sein koenne, dass unser Wasservorrat bereits aufgebraucht sei. So, wie unsere Wasserpumpe klang, musste ich das bestaetigen. Dennoch schaffte sie es mit den letzten Trofen noch alles zu erledigen, waehrend ich mit einem Saftkannister auf dem Weg an die Tanke war, um neues Wasser zu besorgen. Dort traf ich auf den echt kernigen Nachtwaechter und kam mit ihm ins Gespraech.

Spaeter stoss noch Jana dazu und wir unterhielten uns noch die halbe nacht vor der Tankstelle im Regen sitzend. Als der Berufsverkehr begann, fielen wir letztendlich gegen 5 Uhr ins Bett und wurden rund 2 Stunden, immernoch total zerstoert, von Meggy geweckt. 27 Hahndorf

Wir packten alles zusammen, fuellten unsere Wasservorraete mittels eines Wasserhahns an einer einsamen Hauswand wieder auf und fuhren noch einmal nach Hahndorf, das erste deutsche Pioniersdorf in Australien. Dort wollte ich mir um jeden Preis die legendaere Kaengurusalami kaufen, welche ich bereits in Melbourne vergoettert habe.

Der Rundgang durch das sehr schoen gestaltete Staedchen zog sich leider mehr als gedacht in die Laenge. Es gab viel zu sehen und wir kamen mit einigen Leuten ins Gespraech. Ein aelteres Ehepaar, welches gerade erst aus Alice Springs kam, erklaerte uns zu unserer Entsetzung, dass auch nach Norden das Outback absolut gruen ist, was an diesem regenreichen Jahr liegt und nur rund zweimal in 50 Jahren vorkommt. 28 Wenn man es mal eilig hat

Nachdem wir viel zu lange durch Hahndorf gewandert sind, machte ich dann Druck, dass wir noch rechtzeitig unser Auto loswuerden. Zurueck am Auto – leider ohne meine erhoffte Salami – starteten wir dann mit der Zeit im Nacken wieder Richtung Adelaide. Leider jedoch in die falsche Richtung, was uns dann am Ortsausgang auffiel. Nach dem naechsten Wendemanoever stockte dann ploetzlich der Verkehr. Grund dafuer war ein Baum, welcher aus unbekannten Gruenden auf die Strasse gestuerzt war und ein Passieren unmoeglich machte. Wieder gedreht und einen kleinen Umweg genommen kamen wir letztendlich in die richtige Richtung und erreichten kurze Zeit spaeter den Ortseingang Adelaide.

Unser eigentlich ausgewaehltes Hostel war leider total unsympathisch. Auf der gegenueberliegenden Strassenseite befand sich ein wesentlich guenstigeres, jedoch scheinbar ausschliesslich mit Asiaten gefuelltes Hostel. Da wir nur in einer Entladebucht gehalten hatten, musste ich schnell noch unser Auto umparken. Zu diesem Zeitpunkt blieben uns noch 30 Minuten, um das Auto rechtzeitig zurueck zu geben, was bei einer Verspaetung bis zu 1000 $ Strafe kosten koennte. In aller Eile nahm ich beim Ausparken zu allem Ueberfluss noch einen Baum mit, was mir Meggy zum Glueck nicht gesagt hatte.

Einmal um den Block gefahren fand sich jedoch auch kein geeignetes Plaetzchen, um unser Mutterschiff anstaendig zu positionieren. Als ich von meiner Runde zurueck kam, standen die Maedels bereits am Strassenrand, entschlossen nach einem anderen Hostel zu gucken. Janas klarer Favorit war das wohl einzige Backpacker mit einer Sauna. Ungluecklicherweise fuehrte uns das Navi einige Male im Kreis bis wir endlich das angepeilte Haus erreichen. Nahezu in Lichtgeschwindigkeit raeumten wir den Camper aus, spuelten das letzte Geschirr und fegten noch mal durch.

Mit dem neu programmierten Navi versuchte ich dann die Port Road 387 zu finden. Souveraen lotste es mich dann auch auf die Port Road, liess mich drehen und schickte mich anschliessend in eine Baustelleneinfahrt. Nach der zweiten Kreiselfahrt stoppte ich dann in der Baustelle, um der Vermietung Bescheid zu geben, dass ich mich wohl etwas verspaeten wuerde, da mich mein mittlerweile Ulf getauftes Navi versucht auf den Arm zu nehmen.

Wie sich kurze Zeit spaeter herausstellte, wollte Ulf nicht die Port Road in Adelaide, sondern im Stadtteil Brooklyn Park von mir wissen. Mit guter Hoffnung und schon 10 Minuten ueber der Deadline startete ich den naechsten Versuch. Unterwegs hatte ich noch kurz zu stoppen, um den Tank wieder voll zu machen. Zu meinem Entsetzen wollte in diesem Moment der Computer auch meine Kreditkarte nicht mehr akzeptieren. Fluchend funktionierte es dann mit der Zweiten. In einer Schweisslache von Blut und Wasser rollte ich dann weiter durch die verstopfte Port Road bis mich mein kleiner, digitaler Freund aufforderte zu wenden, da sich das Ziel auf der anderen Strassenseite befand. Kurz gewendet schaute ich auf ein Fabrikgelaende als Ulf mir freundlichst mitteilte, dass ich an meinem Ziel angekommen sei. Mit letztem Saft meines Akkus rief ich noch einmal den langsam etwas genervten Typen der Vermietung an und liess mich das letzte Stueck von ihm lotsen.

Rund 40 Minuten zu spaet auf den Hof gerollt, versuchte ich den armen Herren halb tot zu schwaetzen, um ihn von den diversen Schaeden am Auto abzulenken. Auch ging ich davon aus, dass wir mehr als die erlaubten 2.350 km gefahren sind, jedoch lagen wir stolze 15 km unter dieser Marke und von einer Strafe fuer die Verspaetung sah er gluecklicherweise ab. Auch die Schaeden blieben unbemerkt, sodass ich erleichtert und vor Freude strahlend vom Hof ging. Mit dem Bus fuhr ich dann zurueck zum Hostel, wo meine beiden Maedels schon auf mich warteten.

Wieder war uns eine Relocation geglueckt und wir konnten uns entspannt die naechsten 6 Tage in Adelaide angehen.

Es gruesst der erfolgreich ueberfuehrte Schroddi