Schroddis Tag 6 – Essen bis der Arzt kommt
3 05 2010Ort: Zimmer 10, Oembia Hostel, Melbourne
Ortszeit: wieder 02.05.2010, 20.30 Uhr
Temperatur: 16 – 18 Grad, bewölkt
Anwesende: Nur meiner einer
Nachdem ich jetzt zeitlich wieder geordnet bin und erfahren habe, dass ich nicht der Einzige hier mit diesen Problemen bin, ist nun hoffentlich der Jetlag endlich rum. Gestern musste einer unserer Mitbewohner mit entsetzen feststellen, dass vor 20 Minuten sein Heimflug gestartet ist. Er hatte sich auch im Datum vertan. Das scheint hier wohl so üblich zu sein 🙂
Heute waren wir bei meinem Onkel zum Mittagessen geladen. Wie das ausarten sollte, hätte wohl niemand von uns gedacht. Wir sind etwas früher in die Stadt gegangen, um noch mal ein bissi durch die City zu bummeln. Nach einem Rundgang sind wir dann mit der Metro in das schöne Thomastown gefahren, wo uns mein Onkel abholte und in Verbindung mit einer kleinen Rundfahrt nach Millpark fuhr. Ich nahm auf dem „Beifahrersitz“ platz und vermisste irgendwie ein Lenkrad und die Pedale. Ein ganz komisches Gefühl auf der linken Seite als Beifahrer zu sitzen. Während der Fahrt lernte man auch ganz schnell die Eigenheiten des Linksverkehrs kennen.
Bei meinem Onkel angekommen gab es nach der Begrüßung und einer Hausführung auch bald Essen.
Wir rechneten mit Würstchen und Sauerkraut oder Schnitzel. Doch was uns da erwartete…..lest selbst:
- Vorspeise: Kürbis-Suppe mit Baguette
- Hauptspeise: Kartoffelauflauf, frischer Brokoli, Blumenkohl und Karotten, Hühnchenbrustfilet, Schinkenröllchen und Sauce
- Nachspeise 1: Käseplatte mit verschiedenen Käsesorten, Kräckern und Trauben
- Nachspeise 2: Sahneschnitten mit frischen Erdbeeren
- Nachspeise 3: Kekse in Schokolade mit Kokosstreuseln
An dieser Stelle brauche ich wohl nicht zu erwähnen, dass wir nun etwa für die nächsten 3 Tage wohl keinen Hunger mehr haben werden. Sollte dies doch vorkommen, haben wir für den Notfall die Reste noch eingepackt bekommen.
Anschließend machten wir mit meinem Onkel eine kleine Verdauungsrundfahrt. Diese sollte uns das erste Mal Eindrücke außerhalb der Metropole vermitteln. So eierten wir auf der Suche nach Kängurus über eine der weit verbreiteten Gravel Roads. Leider ließ sich an dem Abend jedoch keines der Salamifleischliefernden Viechern blicken. Nur wenige Kilometer von der letzten Stadt entfernt erreichten wir dann ein Waldstück, in dem letztes Jahr der Black Saturday (mehrwöchiger Buschbrand) gewütet hatte. Es war ein erschreckendes Bild mit schwarz verkohlten Bäumen so weit das Auge reicht. Dies vor allem nicht weit von der nächsten Siedlung entfernt. Wie mein Onkel erzählte sind im Rahmen dieses Feuers komplette Vororte abgebrannt und viele Menschen haben ihr Hab und Gut verloren.
Total voll gefressen sind wir nun wieder in unserem Hostel angekommen und werden heute mit unseren dicken Bäuchen nicht mehr allzu viel auf die Beine stellen.
Es grüßt der dickbäuchige Schroddi
Kategorien : Reiseberichte, Schroddi









